Technische Analyse
Grundannahmen
Technische Analyse basiert auf der Annahme, dass Märkte nicht gleichmäßig und nicht linear verlaufen.
Kapitalmärkte bewegen sich in Phasen, Zyklen und strukturellen Zuständen.
Langfristige Durchschnittswerte bilden diese Realität nur unzureichend ab.
Der passive Marktansatz
Der passive Marktansatz geht davon aus, dass:
Märkte langfristig steigen
Zeit Schwankungen ausgleicht
Durchschnittsrenditen repräsentativ sind
Diese Annahmen sind statistisch korrekt, aber praktisch unvollständig.
Sie berücksichtigen nicht:
den Einstiegszeitpunkt
lange Seitwärtsphasen
strukturelle Marktveränderungen
individuelle Anlagehorizonte
Markterfahrung und Realität
Historische Beispiele zeigen, dass Märkte über sehr lange Zeiträume keine neuen Höchststände erreichen müssen.
Der japanische Aktienmarkt ist ein häufig zitiertes Beispiel:
Nach dem Hoch Ende der 1980er Jahre benötigte der Markt mehrere Jahrzehnte, um frühere Niveaus wieder zu erreichen
Anleger, die zu ungünstigen Zeitpunkten investiert waren, erlebten lange Phasen ohne reale Wertentwicklung
Solche Marktverläufe sind kein Ausnahmefall, sondern Teil der Marktrealität.
Durchschnittswerte und Praxis
Viele langfristige Kapitalmarktdaten basieren auf:
Mittelwerten
geglätteten Zeitreihen
idealisierten Haltezeiträumen
In der Praxis investieren Anleger jedoch:
zu unterschiedlichen Zeitpunkten
mit begrenztem Anlagehorizont
unter emotionalen und finanziellen Restriktionen
Durchschnittswerte beschreiben Märkte –
sie beschreiben nicht die individuelle Anlegererfahrung.
Grenzen des passiven Ansatzes
Passives Investieren ist nicht grundsätzlich falsch.
Es ist jedoch nicht in jeder Marktphase und nicht für jeden Anleger optimal.
Insbesondere in:
ausgeprägten Seitwärtsmärkten
strukturellen Umbruchsphasen
Phasen erhöhter Volatilität
stoßen rein passive Ansätze an Grenzen.
Rolle der technischen Analyse
Technische Analyse setzt hier an.
Sie betrachtet:
Marktphasen statt Durchschnittswerte
Preisverhalten statt Annahmen
Risikoentwicklung statt Renditeerwartung
Ziel ist nicht die permanente Überlegenheit gegenüber passiven Ansätzen,
sondern die Einordnung von Marktsituationen und die Anpassung an unterschiedliche Marktregime.
Konsequenz
Mighty-Strategy versteht technische Analyse als ergänzenden Steuerungsansatz.
Nicht als Ersatz für langfristige Kapitalmarktteilnahme,
sondern als Methode zur:
Reduktion extremer Fehlphasen
besseren Steuerung ungünstiger Einstiegs- und Marktphasen
realitätsnäheren Abbildung tatsächlicher Anlegererfahrungen
Mighty-Strategy
Technische Analyse und systematische Marktsteuerung
Methodik zur Einordnung von Marktphasen und Trends
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Hinweis
Die dargestellten Inhalte dienen der Information über methodische Ansätze
und stellen weder eine Empfehlung noch ein Angebot dar.
Vergangene Marktverläufe sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.